K o n z e r t

Die junge Ostschweizer Pianistin, Simone Walther, eröffnet den Konzertabend mit Beethovens Klavierkonzert, begleitet durch das Symphonieorchester. Das Klavierkonzert Nr. 1, C-Dur, op. 15 ist ein frühes Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven. Einerseits orientiert sich Beethoven hier noch an den frühen Vorbildern der Wiener Klassik, andererseits lässt sich hier schon seine spätere Handschrift erkennen. Er verwendet hier erstmals auch Pauken, Klarinetten und Trompeten in der Besetzung des Orchesters. Beethoven führte das C-Dur-Klavierkonzert am 2. April 1800 am Burgtheater in Wien erstmals auf und spielte dabei den Klavierpart selbst.

Königlich geht es im zweiten Teil des Konzertes weiter. Die bekannte

Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart wird durch die Solisten, die Chöre und dem Symphonieorchester “archi lusingandi sinfonici“ in der Tonhalle erklingen. Mozart nahm im Januar 1779 seinen Dienst als Hoforganist des Salzburger Erzbischofs auf, den er bis zu seiner Reise nach München im November 1780 versah. In diesen beiden letzten Salzburger Jahren entstand u.a. die Messe in

C-Dur KV 317, wohl Mozarts volkstümlichste Kirchenkomposition gehört sie doch zu den bekanntesten Messvertonungen überhaupt. Die Bezeichnung „Krönungsmesse“ findet sich erst im Jahre 1873. Wie viele andere populär gewordene Werktitel hat also auch Mozarts „Krönungsmesse“ ihren Namen der Nachwelt zu verdanken.

Zehn Jahre nachdem Beethoven das Klavierkonzert Nr.1 komponiert hatte, entstand die Choralfantasie für Klavier, Chor und Orchester, welche im Konzertprogramm nochmals alle Musiker auf der Bühne vereint. Noch bevor der Chor seinen Einsatz im Werk hat, erkennt der Zuhörer für einen kurzen Moment die bekannte Melodie „Ode an die Freude“, welche aus Beethovens 9. Sinfonie bekannt ist. Spätestens mit dem gesanglichen Einsatz wird für alle klar, warum dieses Werk auch „die kleine Neunte“ genannt wird.