K o n z e r t

Dieses Jahr backen wir pandemiebedingt etwas kleinere Brötchen. Hingegen nur, was die Anzahl Mitwirkender angeht. Das Programm ist so umfangreich wie nie zuvor, höchst abwechslungsreich und zum ersten Mal in DER Konzertkirche der Stadt - der St. Laurenzen.

Unter dem Titel «Altes neu» hat der St. Galler Dirigent Lukas Bolt ein anspruchsvolles romantisch-modernes Programm zusammen-gestellt. Jedes dieser Werke nimmt Bezug zu etwas «Altem», was zu jener Zeit noch alles andere als selbstverständlich war. So war Felix Mendelssohn (1809 – 1847) der erste, der die Matthäus-Passion von J. S. Bach nach rund 100 Jahren der Vergessenheit wieder zur Aufführung brachte. Er studierte Bachs Musik sehr genau und war dermassen begeistert, dass Bachs Formen und Ausdrucksmittel fortan in seinen Kompositionen, selbstverständlich mit romantischen Mitteln angereichert, Einzug fanden. Ähnlich verhält es sich mit den Orchester-Suiten von Edvard Grieg (1843 – 1907) und Leoš Janáček (1844 – 1926). Die Suite – eine Folge von lose verbundenen Tanzsätzen – ist eine typisch barocke Form. 

 

Etwas anders ist der Zusammenhang bei Antonín Dvořák (1841 – 1904). Dieser Emigrierte nach Amerika und litt unter starkem Heimweh, zusätzlich angefeuert durch Todesnachrichten von ihm nahestehenden Personen. Diesem Schmerz verlieh er unter anderem Ausdruck, indem er auf subtile Art und Weise auf alte tschechische Volksmelodien Bezug nahm. Der Text stammt zudem aus dem Buch der Psalmen, welches natürlich noch viel älter ist.

 

Bei den beiden französischen Komponisten César Franck (1822 – 1890) und Gabriel Fauré (1845 – 1924) ist der Bezug zur ersten notierten Musik – der Gregorianik – unüberhörbar.

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