K o n z e r t

Unter dem Konzerttitel „Sehnsucht nach Vollendung“, welches auch grafisch von Adrian Keller, Rorschach wunderschön umgesetzt wurde, erklingen berühmte Werke aus der Romantik von Franz Schubert, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Franz Liszt.

 

Die vier Lieder von Franz Schubert, welche Franz Liszt orchestriert hat, gehen das Thema Sehnsucht auf je unterschiedliche Weise an. So wird zum Beispiel die „Mignon“ im gleich lautenden Lied nach einem Gedicht von Goethe folgendermassen beschrieben: „Die sonderbare Natur des guten Kindes […] besteht beinah nur aus einer tiefen Sehnsucht; das Verlangen, ihr Vaterland wiederzusehen und das Verlangen nach ihnen, mein Freund ist, möchte ich fast sagen, das einzige Irdische an ihr“.

 

Die Sinfonie in h-Moll von Franz Schubert trägt den Beinamen „die Unvollendete“. Diesen Titel hat sie bekommen, weil sie nur aus zwei Sätzen besteht, anstatt, wie in jener Zeit üblich, aus vier Sätzen. Die Legenden und Theorien, ob Schubert dies so geplant hat oder eben nicht, beschäftigen die Musikwissenschaftler bis auf den heutigen Tag.

 

Schliesslich der Psalm 42 von Felix Mendelssohn-Bartholdy, der schon mit folgenden Worten beginnt: „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, dem Gott meines Lebens: Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?“